Der Deutsche Schützenbund

Der Deutsche Schützenbund (DSB) ist nach Fußball, Tennis und Turnen der viertgrößte Verband  innerhalb des Deutschen Sportbundes. Er wurde im Jahre 1861 in Gotha gegründet und wiedergegründet 1951.
Die lange Tradition des Schießsportes wird nicht zuletzt dadurch dokumentiert, dass das Schießen seit 1896 olympische Disziplin ist. Geschichtlich begann es nach der Erfindung des Schießpulvers im 15. Jahrhundert mit Vorderladern. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich dann die Hinterlader, die als Vorgänger der modernen Schusswaffen gelten.

Der Deutsche Schützenbund ist in 20 Landesverbänden organisiert und nahezu 1,6 Millionen Schützen sind Mitglieder in ca. 15.000 Vereinen.  Neben den bekannten olympischen Disziplinen Gewehr, Pistole, Laufende Scheide, Wurfscheibe und Bogen betreut der Deutsche Schützenbund auch die Sportarten Vorderlader, Feldbogen, Armbrust, Sommerbiathlon und Bogenbiathlon.

Oberstes Organ des Deutschen Schützenbundes ist die alljährlich stattfindende Ordentliche Mitgliederversammlung. Ausführende Organe sind der Gesamtvorstand und das aus neun Mitgliedern bestehende Präsidium.

 Der Deutsche Schützenbund ist Mitglied in folgenden Organisationen:

- Deutscher Sportbund (DSB)
- Nationales Olympisches Komitee (NOK
- Internationaler Schieß-Sportverband (ISSF)
- Internationaler Verband für Bogenschießen (FITA)
- Europäische Bogen-Union (EMAU)
- Internationale Armbrust-Union (IAU)
- Europäische Schützenkonföderation (ESK)
- Vereinigung der Schießsportverbände der EU (A.F.T.S.C.)
- Internationale Vorderladervereinigung (MLAIC)

Zweck des Deutschen Schützenbundes ist die Förderung und Überwachung des Sportschießen nach einheitlichen Regeln, die Regelung der Aus- und Fortbildung, die Einrichtung von Bundesliegen, die Förderung des Schützenbrauchtums, die Vertretung seiner Mitglieder im In- und Ausland, die Förderung der sportlichen und allgemeinen Jugendarbeit, die Durchführung des Deutschen Schützentages und die einheitliche Präsentation des Sportschießens und der überverbandlichen Schützentradition in der Öffentlichkeit.

Der Deutsche Schützenbund ist zuständig für

- den Erlass einheitlicher Regeln für das Sportschießen sowie die Kontrolle ihrer
  Einhaltung,
- die Regelung und Durchführung der Aus- und Fortbildung,
- die Veranstaltung von deutschen Meisterschaften und Länderkämpfen sowie
  die Meldung und Nominierung von Schützen zu internationalen
  schießsportlichen Veranstaltungen,
- die Durchführung und Gestaltung des Deutschen Schützentages,
- die Einrichtung und Organisation von Bundesligen für den Bereich des
  Sportschießen
- Grundsatzfragen der Schützentradition,
- Grundsatzfragen der Schützenjugend,
- Grundsatzfragen der Öffentlichkeitsarbeit,
- die Unterstützung und Beratung von Bundesbehörden und bundesweit tätigen
  Organisationen sowie von ausländischen Behörden und und Organisationen in
  Fragen des Sportschießens, insbesondere des Waffenrechts,
- die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Sportbund, dem Nationalen
  Olympischen Komitee und den schießsportlichen Organisationen des Auslandes,
  insbesondere durch Mitgliedschaft in den entsprechenden Schießsport-
  organisationen,
- die Behandlung der mit dem Sportschießen zusammenhängenden Grundsatz-
  fragen des Umweltschutzes,
- die mit der öffentlichen Präsentation des Sportschießens zusammenhängenden
  Grundsatzfragen der Werbung, des Sponsorings und des Merchanadisings sowie
  der Medien-, insbesondere der Fernsehrechte.


Baden Württemberg ist in drei Bezirke aufgeteilt. Hierbei handelt es sich um den

- Württembergischen Schützenverband (WSV)
- Badischer Sportschützenverband (BSV)
- Südbadischer Sportschützenverband (SBSV)

Die jeweiligen Verbände sind dann in verschiedene Bezirke und in Kreise eingeteilt. 

Der Württembergische Schützenverband (WSV) ist aufgeteilt in 7 Bezirke mit insgesamt 37 Kreisen, die sich wiederum aus zur Zeit 763 Verbänden zusammensetzen.

 

   
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